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| Dienstversammlung der PD Waldshut-Tiengen im schweizerischen Bad Zurzach, verstärkt durch das Offizierskader der KaPo Aargau |
Führungskräfte im Gespräch: KD Klaus Danner, Regierungsrat Dr. Urs Hofmann, Hptm. Irene Schönbächler, PHK Albert Zeh, ganz rechts im Bild Abteilungsdirektor Bernhard Rotzinger mit Oberst Stephan Reinhardt. |
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Grenzenlose Zusammenarbeit der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen und der Kantonspolizei Aargau
„Kriminalität macht auch vor Grenzen nicht Halt“ – deshalb darf die Kriminalitätsbekämpfung auch nicht an der Grenze enden.
Diese Erkenntnis prägt die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen mit der Kantonspolizei Aargau. Ungeachtet der Souveränität der beiden Staaten links und rechts des Rheins ist eine erfolgreiche Polizeiarbeit nur möglich, wenn alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit genutzt und ständig nach weiteren Verbesserungen gesucht wird. Die Internationalisierung der Kriminalität, man denke nur an Rauschgiftdelikte, erfordert eine Vernetzung der Polizeiarbeit vor allem auf der Arbeitsebene.
Seit vielen Jahren bestehen zwischen den Schweizer Polizeidienststellen und ihren deutschen Kollegen wertvolle persönliche Kontakte. Die Polizisten der benachbarten Posten kennen sich, ein Anruf genügt, um erste Erkenntnisse schnell auszutauschen und erforderliche Maßnahmen im Nachbarland zu veranlassen. Die Kripo-Chefs der Polizeidirektion und Kantonspolizeien treffen sich regelmäßig um ihre Erkenntnisse zu aktuellen Kriminalitätsphänomenen auszutauschen.
Auf eine rechtlich einwandfreie Grundlage wurden diese Kontakte mit dem deutsch-schweizerischen Polizeivertrag gestellt, der im Jahr 2002 in Kraft trat. Neben der Abstimmung in grundsätzlichen Sicherheitsfragen regelt der Vertrag den Rechtshilfeverkehr, den Datenaustausch, aber auch grenzüberschreitende Observationen und Nacheile. In besonderen Fällen können Polizeibeamte der ausländischen Polizei unterstellt werden, in diesen Fällen können sie auch hoheitlich tätig werden. Dies ist vor allem bei Großereignissen (beispielsweise bei der Europameisterschaft 2008) als Unterstützungsleistung oder in Katastrophenfällen denkbar.
Der Leiter der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen, Kriminaldirektor Klaus Danner, hatte in Abstimmung mit dem Kommandanten der Kantonspolizei Aargau, Oberst Stephan Reinhardt, beschlossen, die diesjährige Gesamt-Dienstversammlung der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen erstmalig in der Schweiz durchzuführen. An der Versammlung, die am 15.10.2009 in Bad Zurzach stattfand, nahm Kommandant Stephan Reinhardt mit dem gesamten Führungskader der Kantonspolizei Aargau teilnehmen. Als Gäste nahmen Brigadier a.D. Dr. Léon Borer, die treibende Kraft für den Deutsch-Schweizer Polizeivertrag, Regierungsrat Dr. Urs Hofmann, Erster Landesbeamter Jörg Gantzer und Gemeindeamman Franz Nebel sowie der Leiter der LPD Freiburg, Bernhard Rotzinger, teil.
Das Schwerpunktthema war natürlich die Sicherheitskooperation zwischen Deutschland und der Schweizn. Die Kantonspolizei Aargau nutzte die Gelegenheit, um ihre Organisation und ihre Arbeit den deutschen Kollegen vorzustellen.
Neben dem Erfahrungsaustausch war die Vorstellung von Hilfsmaßnahmen für Polizistinnen und Polizisten, die besonders belastenden Einsatzsituationen ausgesetzt waren, ein weiterer Tagesordnungspunkt. In beiden Polizeiorganisationen wurden hierfür spezielle Betreuungsteams aus engagierten und kompetenten Polizisten eingerichtet, die sich bei Bedarf sofort um betroffene Mitarbeiter kümmern können.
Oberst Stephan Reinhardt und Kriminaldirektor Klaus Danner sehen vor allem die sehr engen und von gegenseitigem großem Vertrauen getragenen persönlichen Kontakte als elementaren Bestandteil der ausgezeichneten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Im Anschluss an die Dienstversammlung fand die vom Personalrat einberufene Personalversammlung für die Mitarbeiter der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen statt.